Wildobst passt ökologisch nahtlos in unsere Gärten

Was ist heimisches Wildobst?

Früchte der FelsenbirneAls Wildobst bezeichnet man die wenig züchterisch bearbeitete fruchttragende Bäume und Sträucher. Die Wildobstsorten können typischen Krankheiten und Schädlingen, ohne Eingreifen des Gärtners, widerstehen. Wildobst hat sich über einen langen Zeitraum der Natur anpassen können und ist daher an die Böden und das Klima gewöhnt. Auch in unseren Breitengraden gibt es viele heimische Arten und Sorten, die auch den wild lebenden Tieren Nahrung spenden. Außerdem verleiht das Wildobst unseren Gärten eine wunderbare Natürlichkeit.
Viele dieser Pflanzen kennen wir, wissen aber nicht, dass ihre Früchte essbar sind. Ein Beispiel dafür ist die Felsenbirne (Foto), die häufig in unseren Gärten zu finden ist. Meist dient sie dort, mit ihren schönen Blüten im Frühling, nur als Ziergehölz. Am Ende des Jahres bekommt ihr Laub außerdem noch eine wunderschöne Herbstfärbung. Wer in seinem Garten viele spannende Naturbeobachtungen machen möchte, dem bietet Wildobst viele Möglichkeiten.

männliche Sanddornpflanzeweibliche SanddornpflanzeEin weiteres Beispiel für eine wunderbare Wildobstsorte ist die schwarzfruchtige Apfelbeere (Aronia melanocarpa). Sie ist, genau wie der Sanddorn, ein hervorragender Vitaminspender. Beim Sanddorn sollte man wissen, dass es männliche (Bild links) und weibliche (Bild rechts)Pflanzen gibt. Da Sanddorn am besten an frischem Holz trägt, werden zur Ernte die Zweige geschnitten. Durch diesen radikalen Schnitt wird auch gleichzeitig das Wachstum gefördert.

Was macht man mit dem Fallobst

Fallobst, egal von welcher Baumart, sollte man entsorgen, denn Hygiene ist sehr wichtig. Ein Grund für Fallobst ist häufig eine Krankheit. Dann sollten Sie das Fallobst sofort beseitigt werden. Im diesem Fallobst können Schädlinge enthalten sein, die längerfristig dem Baum schädigen können. Reiche Apfelernte - FallobstDieses Fallobst und das Laub sollte unbedingt in der Restmülltonne entsorgt werden. Oft fällt das Obst aber auch, wenn der Baum zu voll hängt. Es ist dann noch nicht ausgereift, also auch noch nicht essbar. Selbst wenn das Obst durch den Wind fällt, sollte man es beseitigen. Ist der Baum gesund, kann man aber einige Früchte für Igel, Vögel und Insekten liegen lassen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt?

Um einem guten Ertrag zu haben müssen Obstbäume geschnitten werden, auch Wildobstsorten. Aber nicht alle Gehölze werden jetzt geschnitten. Apfel-, Birnen- und Quittengehölze schneidet man nach der Fruchternte im Herbst. Kirsch- und Steinobstgehölze werden hingegen dann nicht geschnitten. Da das Steinobst sehr stark blutet, kann es im Winter nicht ausheilen. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich Pilze einnisten. Wenn die Pflanze im Frühjahr austreibt, verläuft der Saftstrom jedoch umgekehrt und sie verwendet ihre Kraft nicht auf das Bluten.

An den im Herbst gepflanzten Obstbäume sollten Sie nur einen provisorischen Pflanzschnitt vornehmen. Der eigentliche Schnitt erfolgt dann erst im nächsten Frühjahr. Grundsätzlich kann man sagen: Bei starkem Rückschnitt entstehen wenige kräftige Triebe. Bei schwachem Rückschnitt entstehen viele schwache Triebe. Sie sollten aber auf jeden Fall einen zu starken Pflanzenschnitt vermeiden, da sonst Frostschäden auftreten können.

Werden Obstbäume nicht geschnitten, tragen sie zwar früher Früchte, aber wegen der großen Last bleibt der Neutrieb schwach. Durch die dadurch entstehende zu dichte Krone, bleiben die Blätter und Früchte nach dem Regen länger feucht und werden daher leichter von Pilzkrankheiten befallen.

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