Welche Oberflächenbehandlung ist bei Naturstein möglich?

Durch eine unterschiedliche Oberflächenbehandlung ergeben sich auch bei Naturstein diverse optische Möglichkeiten.

Damit Sie sich besser orientieren können, hier ein paar Begriffe und Beispiele.

Natursteinmauer und KieselbeetSpaltrau: Die „Spaltraue Oberflächen“ werden mit Steinspaltwerkzeugen hergestellt und zeigen unbearbeitete (natürliche) Steinoberflächen. Also das, was man sich unter einen Naturstein vorstellt. Sie finden entweder als Mauerwerkstein, Granitpalisade-/stele oder als Bodenbelag Verwendung. Die spaltraue Bearbeitung garantiert eine trittfeste Oberfläche und hohe Sicherheit im Außenbereich. Typische Gesteinsarten dafür sind Schiefer, Sandstein, Quarzit, Porphyr und Gneis.

Gespitzt: Mit dem Zweispitz oder dem Spitzeisen, letzteres angetrieben mit einem Fäustel, wird die Oberfläche grob egalisiert. Die Spuren sind deutlich sichtbare Vertiefungen, so genannte Spitzhiebe. Je nach Anzahl und Grobheit der Hiebe unterscheidet man zwischen gespitzt und fein gespitzt.

Gestockt: Das Stocken von Steinoberflächen ist eine Flächenbearbeitung für Hartgesteine, die in manuellen Arbeitsabläufen vom Groben zum Feinen in Form gebracht werden. Mit einem Stockhammer werden dabei raue Steinoberflächen erzeugt. Man unterscheidet zwischen grob-, mittel- und feingestockt. Gestockte Oberflächen glänzen nicht, sie sind rau und matt.

Geflammt: Beim Flammen vom Naturstein wird mit einem Acetylen-Sauerstoff-Brenner eine glatte Steinoberflächen aufgeraut. Dabei entsteht eine relativ gleichmäßig raue Oberflächenstruktur. Geflammte Oberflächen zeichnen sich durch eine hervorragende Rutschsicherheit aus und werden deshalb vornehmlich im Außenbereich als rutschsicherer Belag verbaut.

Geflammt und Gebürstet: Hierbei wird die Gesteinsoberfläche in einem Arbeitsgang zunächst geflammt und aufgeraut. Mit Hilfe von Bürsten, in deren Metall- oder Kunststoffborsten Schleifkörper eingearbeitet sind, wird die geflammte Oberfläche geglättet. Dabei wird die Mikrorauigkeit, die durch das Flammen entsteht, eliminiert. Die Oberfläche fühlt sich samtweich an, ist aber makrorau.

Die Entscheidung für einen der unterschiedlich behandelten Natursteine ist also nicht nur eine Geschmacksache. Man sollte dabei auch unbedingt seine Nutzung in die Entscheidung  mit einbeziehen. Stellen Sie sich also vor Ihrer Entscheidung für einen bestimmten Naturstein die Frage: Was möchte ich damit Gestalten, wo soll er liegen, was muss er aushalten und was möchte ich optisch damit erreichen.

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