Was tun wenn die Rosen nicht üppig blühen wollen?

Kletterrosen an LaubengangEs gibt verschiedene Gründe, wenn Rosen, egal welcher Art, nicht mehr richtig blühen wollen. Manchmal braucht man aber einfach nur ein wenig Geduld. Es gibt z.B. Sorten bei denen die Blüten an den Trieben des Vorjahres wachsen. Wenn Sie die Pflanze gerade frisch gepflanzt haben, kann sie noch nicht blühen. Es kann aber auch am falschen Schnitt oder Schnittzeitpunkt liegen. Schauen Sie auch ob die Triebe Ihrer Rose zu dünn sind. Dann fehlt der Kletterrose wahrscheinlich die Kraft zum Blüten bilden. Weitere Gründe können auch falsches Pflanzen oder der falsche Standort sein.
Hier ein paar Tipps vom Fachmann.

1. Der falsche Schnitt oder Schnittzeitpunkt:

Wie wir bereits im letzten Blogbeitrag über den richtigen Schnitt von Kletterrosen berichtet haben, ist die ideale Zeit zum Kürzen von Rosen das Frühjahr.  Der Zeitpunkt richtet sich dabei nach der Witterung. Wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind, können Sie beginnen. Der Schnitt sorgt für einen luftigen Wuchs und mindert dadurch das Risiko des Befalls durch Pilze.
Abgeblühte Blüten werden im Sommer abgeschnitten, um einen zweiten Blütenflor zu unterstützen. Stark wachsende Rosen kann man zusätzlich auch im Herbst etwas zurückschneiden. Dabei werden hauptsächlich pilzbefallene Blätter und Zweige entfernt.

2. Die falschen Geräte:

Achten Sie darauf, dass Sie hochwertige und scharfe Garten- oder Rosenschere kaufen.  Sie sollten problemlos glatte Schnitte ausführen können, ohne die Stengel zu quetschen. Stumpfe Geräte verursachen Verletzungen an der Pflanze. Selbst wenn sie mitunter nur klein sind, können sich dort Schädlinge einnisten. Auch gute Handschuhe sind wichtig. Sie sollten für die Arbeit an Dornen tragende Pflanzen geeignet sein. Dornen können entzündliche Verletzungen hervorrufen, die lange Zeit andauern können.

3. Der richtige Zeitpunkt zum Rosen pflanzen

Die beste Pflanzzeit ist generell der Herbst. Vor allem der Monat Oktober eignet sich hervorragend zum Pflanzen von Kletterrosen.

4. Der richtige Standort für Kletterrosen

Kletterrosen lieben sonnige Plätze. Wenn die Rose allerdings an einer Wand klettern soll, empfehlen wir einen nicht immer vollsonnigen Standort. Die Wand reflektiert die Hitze oft zu stark, und durch die daraus folgende fehlende Luftfeuchtigkeit können Schädlinge die Pflanze befallen. Sie sollten auch darauf achten, dass genügend Platz in der Höhe ist.

5. Kletterrosen richtig pflanzen

Bevor Sie die Rose einpflanzen sollten Sie die Wurzeln um ca. ein Drittel einkürzen. Die erste Wässerung sollte, bevor Sie die Wurzeln mit der Erde bedecken erfolgen. Setzen Sie dann die Kletterrose etwa drei Finger breit unter der Erdeoberfläche ein. Die aufgeschüttete Erde danach wieder festtreten und nochmal gießen. Wenn der Boden nachgibt, füllen Sie noch etwas Erde auf. Um die frisch gepflanzten Rosen vor Kälte zu schützen, kommt zum Schluss noch ein wenig Mulch oder Reisig über die Pflanzstelle.
Kletterrosen wurzeln bis zu einem Meter tief in der Erde. Sie bilden dabei lange, verkettete Wurzeln, welche die Pflanze gut versorgen.

6. Der richtige Boden

Kletterrosen benötigen ausreichend Humus. Es empfiehlt sich daher die Erde vor dem Pflanzen mit ein wenig Kompost zu vermischen. Der Boden sollte auch locker sein. Wenn er zu dicht ist, können Sie etwas Sand untermischen. Auch lehmiger Boden ist bei Kletterrosen sehr beliebt. Das kann man durch Untermischen von etwas Lehmpulver aus dem Baumarkt unterstützen.

7. Das Wachstum von Kletterrosen

Hat die Kletterrose einen guten Standort, dankt sie es Ihnen mit einem guten Wachstum. Die meisten Sorten wachsen zwei bis drei Meter hoch. Sie sollten daher angebunden werden. Im Fachhandel erhalten Sie dafür Bindedraht. Wichtig ist, dass er ummantelt ist, damit die Pflanze nicht beschädigt wird. Man kann aber auch spezielle Klammern oder Kunstbast benutzen.
In der Regel haben Rosen fünf bis sieben Blätter. Einige Kletterrosen können aber auch mehr pro Trieb haben.
Ihr Blütenzeitraum unterscheidet sich je nach Sorte. Er liegt zwischen Juni und Oktober. Es gibt Sorten, die nur einmal blühen und welche die häufiger blühen. Die häufiger blühenden Kletterrosen haben zwei bis dreimal im Jahr Blüten. Sie blühen also den gesamten Sommer über. Einmal blühende Rosen entwickeln ihre Blütenpracht hingegen nur einen Monat lang, meist von Juni bis Juli.

8. Rosen richtig gießen und düngen

Während der Anwachszeit ist häufiges Gießen notwendig. Danach ist es nur noch bei lang anhaltender Trockenheit notwendig. Da Kletterrosenwurzeln tief in den Boden ragen, können sie sich hervorragend mit Feuchtigkeit versorgen. Die beste Gießzeit ist morgens oder abends. Achten Sie darauf, dass Sie möglichst nicht über die Blätter gießen, das fördert Pilzerkrankungen.
Damit Ihre Rosen gut gedeien brauchen sie hin und wieder Dünger. Im Pflanzjahr ist eine Düngung noch nicht notwendig. Im Frühjahr darauf sollte jedoch mit dem Düngen begonnen werden. Dazu eignet sich z. B. ein synthetischer Langzeitdünger. Aber Vorsicht, die Kletterrose wird so zwar schneller wachsen, aber mitunter wird die Pflanze durch den Dünger auch überfordert und kann dadurch anfälliger für Krankheiten werden. Organische Dünger wirkt nachhaltig und schonender. Eine zweite Düngung sollte Anfang bis Mitte Juli vorgenommen werden.

9. Überwintern der Kletterosen

Kletterrosen brauchen wenig Winterschutz. Es empfiehlt sich jedoch über der Veredelungsstellen etwa 15 Zentimeter Erde anzuhäufeln.

Wenn Sie diese Empfehlungen berücksichten, sollte Ihre Rose bald wieder wundervolle, üppige Blüten tragen.
Ihr Holstein-Gartengestaltungs-Team wünscht Ihnen viel Freude daran.

 

 

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