Was kann man tun, wenn der Baum keine Früchte trägt

Obstblüten mit SchmetterlingWer Obstbäume in seinen Garten gepflanzt hat, wird die Erfahrung gemacht haben, dass sie manchmal keine Früchte tragen. Meistens wird die Schuld daran dem Wetter oder der Sorte gegeben. In Wahrheit sind die Blüten aber nur nicht fruchtbar bestäubt worden.
Woran kann das liegen? Hier einige Tipps, was man tun kann um erfolgreich Früchte zu ernten.

Was kann man tun, damit der Baum Früchte trägt

• Den richtigen Standort wählen

Zunächst sollte man den Standort des Obstbaumes überprüfen. Bekommt er genug Licht oder wird er von anderen Bäumen zu sehr beschattet? Sie sollten Ihre Obstbäme daher auf keinen Fall zu dicht pflanzen! Sie müssen so weit auseinander stehen, dass sie vom Wind gut durchweht werden können. Im ausgewachsenen Zustand dürfen sich die Baumkronen nicht berühren. Stehen die Bäume zu eng sind sie krankheitsanfälliger und das Obst fault schneller. Den genauen Abstand hängt von der Sorte ab. Man kann ihn aber bei der Baumschule erfragen.

• Den Baum richtig pflanzen

Garten Pflanzloch grabenBaum einsetzenZunächst buddelt man ein Loch, das so groß ist, dass der Wurzelballen bequem hinein passt. Dann gießen Sie so lange Wasser hinein bis der Boden richtig schlammig ist. Auch der Baum wird vorher noch einmal so lange ins Wasser gestellt, bis sich die Wurzeln vollgesogen haben. Wenn der Baum mit viel Wasser in den Boden gebracht wird, entsteht sofort ein Kontakt zwischen Wurzeln und Erde. Danach häufelt man einen ringförmigen Damm für das Gießwasser an. Um die Pflanze zu stützen, bringt man am besten schon beim Einpflanzen, einen stabilen Pfahl am Stamm an. Der Pfahl bleibt so lange am Baum, bis die Wurzeln im Boden eingewachsen sind.
Achten Sie beim Pflanzen unbedingt darauf, dass die Veredelungsstelle, die man leicht als Verdickung an der Rinde erkennt, mindestens 10 Zentimeter über der Erde liegt.

• Muss man schneiden den Baum?

Damit sich viele Blütentriebe entwickeln können müssen Obstgehölze regelmäßig geschnitten werden. Der Spitzentrieb wird um zwei Drittel gekürzt. Sie sollten auch nur 3-5 Seitentriebe stehen lassen. Die Seitentriebe und Spitzentrieb bilden dann zusammen eine Pyramidenform. Steilwachsende Nebentriebe (Konkurrenztriebe) müssen ganz entfernt werden. Der Schnitt sollte 5 mm über dem Auge, schräg zu ihm gesetzt werden. Das letzte Auge sollte möglichst nach außen zeigen.

• Muss man düngen?

Wenn man einen Baum im Herbst pflanzt, sollte man nicht gleich düngen. Gedüngt wird erst, wenn der Laubaustrieb beginnt. Insgesamt brauchen Bäume aber nicht viel Dünger. Ihre Wurzeln sollen sich lediglich in der Erde ausbreiten.

Obstbäume, wie z.B. Apfelbäume, sind von Natur aus nicht selbst fruchtbar. In der Regel brauchen  sie einen anderen Apfelbaum als Pollenspender. Das muss aber nicht unbedingt einer im eigenen Garten sein. Viele Sorten sind auch untereinander nicht fruchtbar. So kann eine früh blühende Apfelsorte natürlich nicht von einer spät blühenden befruchtet werden. Am besten befragen Sie dazu die Baumschule bei der Sie den Baum kaufen.

Es gibt auch sogenannten „Familienbäumen“. Hier wurden bereits zwei Sorten, die sich gegenseitig befruchten können und zwei verschiedene Apfelsorten tragen, auf einen Stamm gepfropft. Es kann allerdings im Laufe der Zeit passieren, dass eine der beiden Sorten abgestoßen wird.

Auch Krankheiten und Schädlinge können dem Obstbaum zusetzen. Äpfel haben in erster Linie mit Schorf zu kämpfen. Es gibt aber mittlerweile auch eine große Palette von schorfresistenten Sorten.

Der richtige Schnitt des Obstbaumes trägt natürlich ganz wesentlich dazu bei, dass er reichlich Früchte trägt. Lesen Sie dazu unseren Blogbeitrag Tipps für den Baumschnitt.

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