So legen ein Hochbeet richtig an – einfach und schnell

Hochbeet mit GemüseDas Hochbeet erfreut sich bei Hobbygärtnern immer größerer Beliebtheit. Egal ob auf dem Balkon, der Dachterrasse oder im Garten – im Hochbeet sind Gemüse oder Kräuter immer griffbereit.
Das Hochbeetsystem entstand per Zufall. Ein Herr Zeilfelder bepflanzte 2009 zwei hüfthohe Kübel, und stellte fest, dass die Arbeiten im Beet dadurch viel bequemer wurde. Daraufhin entwickelte er sein Konzept weiter und hatte schnell Erfolg damit. Es entstanden viele verschiedene Arten des Hochbeets.
Auch ökologisch ist das Hochbeet ein Gewinn. Durch das Schichtsystem im Inneren des Hochbeetes können Gartenabfälle direkt in den Gartenkreislauf eingebracht werden und versorgen dann die Hochbeetpflanzen mit Nährstoffe.
Wir geben Ihnen heute einige Tipps, wie Sie ein Hochbeet richtig anlegen!

Ein Hochbeet hat vielen Vorteile.

Hochbeete in einem Gartenparadies - DraufsichtKein Wunder also, dass seine Fans immer mehr werden. Es genügen eine kleine Flächen. Diese Beetform ist also auch für kleine Gärten, Terrassen oder Balkone geeignet. Außerdem ist sie rücken- und knieschonend, da man eine bequeme Arbeitshöhe hat.
Auch die sehr guten Erträge, die durch die Wärmespeicherung der Erde begünstigt werden, können sich sehen lassen. Außerdem ist das System unabhängig von den örtlichen Bodenbedingungen. Durch die hohe Lage des Beetes wird auch der Bedarf an Pflanzenschutzmitteln, z.B. zum Schutz vor Schnecken, reduziert.

Bei der Beetform sind keine Grenzen gesetzt. Fertige Bausätze gibt es sowohl in eckig als auch geschwungen. Außerdem stehen sie auch in den verschiedensten Materialien zur Verfügung. Harthölzer, wie Lärche oder Fichte, sind dafür besonders empfehlenswert, da die Hochbeete ja möglichst langlebig sein sollen. Es gibt aber auch haltbare Kunststoffe, die oft sogar recyclebar sind.
Bedenken Sie beim Kauf aber auch, dass Ihr Beet nicht nur praktisch, sondern auch ein Blickfang in Ihrem Garten soll. Warum also nicht ein individuelles Hochbeet selber bauen?

Hochbeete selber bauen

Der Herbst ist eine günstige Zeit, um ein Hochbeet anzulegen. Hier einige Tipps, wie Sie mit einfachen Holzleisten Ihr individuelles Hochbeet bauen können.
Das ist recht einfach – also auch ein schönes Projekt für Anfänger.

Werkzeug-Checkliste

Gehrungssäge
Bohrmaschine
Akku-Schrauber
Seitenschneider
Tacker und Zwingen

Hochbeet Bauanleitung - Schritt für Schritt zum eigenen GartenBei Hochbeeten mit direktem Bodenkontakt gräbt man den Boden ca. 15 – 20 cm tief aus. Dann befüllt man diesen Bereich mit Kies auf. Dadurch entsteht eine Drainageschicht, durch die das Wasser gut abfließen kann. Bei Hochbeeten mit einem geschlossenem Boden, können Sie stattdessen auch Betonsteine untergelegen. Danach wird ein engmaschiges Drahtgitter ausgelegt, um das Eindringen von Wühlmäusen etc. zu verhindern.

Die Höhe des Beetes bestimmen Sie selber. Es genügen vier Eckpfosten und ein paar Schalbretter für die Konstruktion. Wenn Sie Kräuter und Gemüse im Hochbeet anbauen wollen, sollten Sie unbehandeltes, pestizidfreies Holz verwenden. Man kann das Hochbeet aber auch mit Teich- oder Noppenfolie auszuschlagen. Das hat zum einen den Vorteil, dass der Holzrahmen so vor Feuchtigkeit geschützt wird, und zum anderen verdunstet dadurch weniger Wasser aus dem Erdreich. Bei der Noppenfolie kann durch die Noppen die Luft noch besser zirkulieren.

Für die Verbindungen sollten Sie auf jeden Fall Edelstahlschrauben verwenden. Da sie nicht rosten, können dann morsche oder beschädigte Planken jederzeit einzeln ausgetauscht werden.
Steht die Konstruktion in gewünschter Höhe, beginnen Sie mit Schichtung. Jede Schicht sollte ca. 20 – 33 cm dick sein.
Wenn Sie im Herbst Ihr Hochbeet bauen fallen dafür jede Mengen Gartenabfällen ab, die hervorragend zur Schichtung verwendet werden können.

Alternativ ist ein Hochbeet-Aufbau aber auch im Frühjahr möglich.

Im nächsten Blogbeitrag erfahren Sie mehr über die Schichtung und Pflege des Hochbeetes.

 

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