So erzielt Ihr Spalierobstbaum eine ertragreiche Ernte

Spalierobst mit Birnen an DrahtWenn Sie planen in Ihrem Garten einen Spalierobstbaum anzulegen, sollten Sie einge Faktoren in Ihre Überlegungen einbeziehen. Zunächst einmal ist ein geeigneter Standort wichtig. Dazu kommt die geeignete Fruchtwahl. Und letztlich soll das ganze auch noch hübsch aussehen und in Ihren Garten passen. Deswegen ist die Optik des Spaliers auch nicht ganz unwichtig. Hat man sich erst einmal für Standort, Obstsorte  und Spalierart entschieden, kann man zur Tat schreiten.
Dazu hier einige Tipps vom Fachmann:

Auf die richtige Pflanzenwahl kommt es an

Für kleine Spaliere wählt man am besten Obstsorten auf schwach wachsenden Veredlungsunterlagen. Pflanzen auf mittelstark wachsenden Unterlagen erklimmen hingegen auch schnell höhere Spaliere. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die jungen Bäumchen einen möglichst kurzen Stamm haben. Das ist wichtig damit die erste „Ast-Etage“ des späteren Spalierbaums nicht schon gleich zu weit oben liegt. Baumschulen bieten Pflanzen mit schwach wachsenden Veredlungsunterlagen meist unter der Bezeichnung Busch oder Fußstamm an.

zwei Fenster mit HolzspalierDer Spalierobstbaum braucht den richtigen Schnitt

Birnen und Äpfel sind besonders unkompliziert und eignen sich sehr gut als Spalierobst an warmen Südwänden. Sie lassen sich problemlos zu Spalierobst mit waagerecht stehenden Fruchtästen erziehen. Andere Obstsorten wie Pfirsich, Aprikose oder Sauerkirsche kommen hingegen nur für einen fächerförmigen Kronenaufbau in Frage, da sie sonst rasch vergreisen würden.
Man beginnt mit dem Pflanzschnitt. Ziel des Erziehungsschnittes ist der Aufbau von Leitästen und Fruchttrieben. Der spätere Erhaltungsschnitt dient hingegen dazu ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Frucht- und Leittrieben zu erzielen. Dazu entfernt man regelmäßig alle überalterten Zweige. Der Pflanzschnitt erfolgt nur einmal im Frühjahr, vor dem neuen Austrieb. Anfang Juli kürzt man dann alle Seitentriebe auf vier bis sechs Blätter ein. Zudem stutzt man den Mitteltrieb und entfernt Konkurrenztriebe.
Beim ersten Rückschnitt im darauf folgenden Frühjahr, werden dann die neu entstandenen Leittriebe waagerecht fixiert. Wenn das Spalier erst einmal aufgebaut ist, werden durch den jährlichen Pflegeschnitt im Frühjahr und Sommer die regelmäßigen Erträge erzielt.
Wem der Ertrag nicht so wichtig ist, muss es mit dem Schnitt nicht ganz so genau nehmen. Er sollte ihn aber dennoch nicht zu sehr vernachlässigen, denn sonst sieht das Spalier nach einiger Zeit auch nicht mehr so dekorativ aus.

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