So funktioniert der Einbau einer Zisterne im Erdreich oder Keller

Regenmesser - Niederschlagsmesser - 15mlEgal ob Sie sich für eine einfache Zisterne, die ausschließlich als Wasserreservoir für die Gartenbewässerung dient oder für ein aufwändigeres Komplettsystem mit integriertem Leitungsnetz für den Hausanschluss entscheiden, der Einbau will gut durchdacht sein.
Regenwasser zum Rasensprengen ist logisch. Aber man kann das Regenwasser darüber hinaus auch für die Waschmaschine und die WC-Spülung nutzen. Viele fragen sich ob das nicht unhygienisch ist und man damit überhaupt saubere Wäsche erzielen kann. Moderne Filtersysteme machen es möglich. Das Wasser aus der Zisterne ist recht sauber, auch wenn es zum Trinken nicht geeignet ist.

Wie funktionieren Zisternen?

Zwei RegenwasserfilterDa Regenwasser meist ohnehin nicht stark verschmutzt ist, reichen die zusätzlichen Filtereinsätze der Zisternen aus, um die groben Schwebestoffe aus dem zufließenden Wasser herauszufiltern. Die meisten Schwebstoffe, die vom Filter nicht zurückgehalten werden, sinken dann nach kurzer Zeit auf den Boden des Speichertanks.

Da Regenwasser frei von Kalk und meist weicher als das Wasser aus der Leitung ist, bietet es für die Waschmaschinen und die WC-Spülung sogar Vorteile. Man benötigt beim Waschen weniger Waschmittel und kann auf Weichspüler oder Entkalkungsmittel ganz verzichten.

Die Materialien von Speichertanks

Meisten sind Zisternen aus Beton oder Kunststoff. Da Betonzisternen belastbarer als Kunststoffprodukte sind, werden sie vor allem dann verwendet, wenn man sie z.B. in den Bereich einer Auffahrt vergräbt. Die Alternative dazu wäre eine gusseiserne Tankabdeckungen für den Kunststoffspeicher. Diese werden bündig in die Grundstücksfläche eingepasst und sind mit Fahrzeugen bis zu 3,5 t Gesamtgewicht befahrbar.
Kunststofftanks haben im Vergleich zur Betonzisterne den Vorteil, dass sie sehr leicht und ohne schweres Gerät, wie Kran oder Bagger, ins Erdreich eingelassen werden können.

Einbau der Zisternen im Erdreich oder im Keller?

Wenn es nicht möglich ist die Zisterne im Garten zu vergraben, kann man sie auch im Keller installieren. Wichtig ist nur, dass das Wasser kühl und dunkel gelagert wird. Sonst können sich Algen oder sonstige Mikroorganismen bilden. Außerdem hat man bei kühler Lagerung keinen Wasserverlust durch Verdunstung.

Einbau eines Regenwasserfilters Regenwasserleitung im GartenBeim Einbau der Wassertanks im Garten sollte man eine Einbautiefe von 60 bis 100 cm einhalten (Abstand der Oberfläche des Tanks zur Oberfläche des Gartens). Das ist wichtig um im Winter Frostschäden am Regenwasserspeicher zu vermeiden. Dieses gilt auch für die Wasserleitungen, die vom Speicher ins Haus führen. Damit Sie nicht so tief graben müssen, empfehlen wir Ihnen für den Selbsteinbau daher flache Kunststofftanks.

In der Regel führt noch eine weitere erdverlegte Leitung vom Fallrohr zum Regenwasserspeicher. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Zisterne im oberen Bereich über eine Überlauf-Vorrichtung verfügt. So kann überschüssiges Wasser an regenreichen Tagen, wenn der Speicher voll ist, dort entweichen. Den Überlauf sollte man an die Kanalisation oder an eine Versickerungsanlage anschließen.
Um einen regelmäßigen Überlauf zu ermöglichen, sollten Zisternen die nur zur Gartenbewässerung genutzt werden nicht zu groß dimensioniert werden, da der regelmäßige Abfluss der obersten Wasserschicht auch eine Reinigungsfunktion erfüllt. Schmutzstoffe, die auf der Wasseroberfläche schwimmen, werden so auf natürliche Art weggeschwemmt.

 

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